“Wo eine menschliche Hand anfasst, sollte auch von menschlicher Hand geformt worden sein.”

Das Werk Hans-Georg Wagners setzt sich mit traditionellen Materialien und Themen auseinander. Hierbei steht die menschliche Figur im Mittelpunkt. In Skulpturen, Reliefs und Drucken erschafft er dynamische Kompositionen vielfältiger Oberflächenstrukturen, abstrahiert und roh, die scheinbar über die Formen des Materials hinausgehen. Dennoch erhalten sie ihre intime Beziehung zur natürlichen Form und Struktur des Materials Holz aufrecht.

Wagners Formen entstehen im Spaltungsprozess eines Baumes:

Der Öffnungsprozess, das Nachvollziehen seiner Lebenslinien und Narben, das Verstehen der Eigenheiten des Holzes bedeuten eine Verwurzelung des kreativen Prozesses in der Anmut und Weisheit der Natur. In einer gemeinsamen Anstrengung mit dem Material bringt er die menschliche Form in blockhaften Fragmenten zum Vorschein, die den Spaltungsakt des Baumes widerspiegeln.

Geboren 1962 in Havelberg, Deutschland 

Lebt und arbeitet in Cottbus, Deutschland

→ 1979–81 Ausbildung

→ 1983–86 Ausbildung zum Tischler

Hochschule für Angewandte Kunst, Schneeberg – Holzdesign 
(Prof. Hans Brockhage und Karl-Heinz Jakob)

Ausstellungen

→ 2002 Begegnung, Schinkelbau, Alt Langsow 
→ 2003 Begegnung, Burg Beeskow und Vattenfall AG Senftenberg (Catalogue) 
→ 2004 Gesicht zeigen, Stadtmuseum, Cottbus 
→ 2006 Spaltungen und Risse, Städtische Museen Zwickau, Galerie am Domhof 
→ 2011 ARTFIGURA V1, Schwarzenberg 
→ 2013 Galerie Berlin (Group Exhibition) Galerie Berlin (Group Exhibition) Selbst / on the way, Burg Beeskow Großer Reigen, Vattenfall Hauptverwaltung, Cottbus (Catalogue) 
→ 2014 Gipfeltreffen (mit Hartwig und Wolfram Ebersbach), Galerie Berlin 
→ 2016 Frühlingssinfonie, Galerie Haus 23, Cottbus
→ 2017 Zwischenschritte, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK), Cottbus (Einzelausstellung) 
→ 2018 Weltgericht/Festung Europa, in Zusammenarbeit mit Matthias Steier, Museum Himmlisches Theater, Neuzelle

Awards

→ 2012 Brandenburg Art Prize for Sculpture, Märkisches Oderzeitung (MOZ) 
(Selbst / on the way) 
 → 2009 Aquamediale, Lübben Kontaktieren